Wie viel Sport ist gesund?

Jeder weiß, Sport ist gesund. Mediziner empfehlen mindestens 30 Minuten Bewegung pro Tag. Doch zu viel des Guten kann sich ungesund auswirken. 

 

Viele Vorteile durch Bewegung

Durch eine ausreichende körperliche Aktivität kann unter anderem das Risiko für Brust-, Darm-, Uterus- und Lungenkrebs um durchschnittlich ein Viertel gesenkt werden. Bei Eierstockkrebs sind es knapp 20 Prozent, bei Prostatakrebs immerhin noch etwa sieben Prozent.

Auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit profitiert von körperlicher Aktivität. Dieser Effekt beruht unter anderem auf einer Normalisierung der Blutfette und der Verringerung von Bluthochdruck. Sport trainiert darüber hinaus die Lungen und das Herz und kann sich in gesundem Maß positiv auf die Lebenserwartung auswirken.

Forscher stellten darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen einer geringen körperlichen Aktivität und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer fest. Weiters kann regelmäßiges Training dazu beitragen, das Risiko für Osteoporose (Knochenschwund) zu senken, da neben den Muskeln auch die Knochen gestärkt werden. Sport hilft zudem bei der Kontrolle des Körpergewichts und auch die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken, kann reduziert werden.

 

Kann zu viel Sport schaden?

In Bezug auf Substanzen heißt es häufig: Die Dosis macht das Gift. Ein und dasselbe Mittel kann in einer geringen Dosis der Gesundheit nutzen und in einer hohen Dosis als tödliches Gift wirken. Übermäßiger Sport kann eine Reihe von negativen Effekten hervorrufen. Dazu gehören Verletzungen, die durch Müdigkeit und Erschöpfung wahrscheinlicher werden.

Manche Sportarten beanspruchen die Gelenke und Sehnen – zu viel Sport kann deshalb auch zu Sehnenscheidenentzündungen und anderen Beschwerden führen.

Wenn der Körper akut überlastet ist, können Symptome, wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Darüber hinaus kann es zu Atemnot, Zittern, Sehstörungen und Tinnitus kommen.

Zu viel Sport kann auch aus psychologischen Gründen ungesund sein. Menschen mit Ess-Brech-Sucht (Bulimie) kompensieren ihre Essattacken zum Teil mit exzessivem Sport. Zwanghaftes Sporttreiben hat sogar einen eigenen Namen: Anorexia athletica. Dabei handelt es sich nicht um einen anerkannten Krankheitsbegriff, doch Psychologen und Ärzte nutzen die Bezeichnung für Menschen, die mit dem Sport nicht mehr aufhören können, obwohl sie ihrem Körper dadurch schwere Schäden zufügen und über ihre persönlichen Grenzen in einem ungesunden Maß hinausgehen. Menschen, die unter Anorexia athletica leiden, erleben typischerweise Angstzustände und werden aggressiv, wenn sie gezwungen sind, keinen Sport zu treiben.

Stay Pushed Tipp: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastartikel von fitundgesund.at. Die Plattform bietet tolle Informationen zu den Themen Gesundheit, Bewegung & Ernährung. 

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